Wechselschnittstelle

Was ist die Wechselschnittstelle?

Die Wechselschnittstelle soll es Praxen ermöglichen, standardisiert und interoperabel einen sicheren und vollständigen Transfer von Patientendaten für einen freien Wechsel des Praxisverwaltungssystems (PVS) ermöglichen. Sie wird von mio42 in Kooperation mit der Gematik und in Abstimmung mit Industriepartnern entwickelt.

Was ist die Wechselschnitt-stelle?

Die Wechselschnittstelle soll es Praxen ermöglichen, standardisiert und interoperabel einen sicheren und vollständigen Transfer von Patientendaten für einen freien Wechsel des Praxisverwaltungssystems (PVS) ermöglichen. Sie wird von mio42 in Kooperation mit der Gematik und in Abstimmung mit Industriepartnern entwickelt.

Ziele des Projekts

Systemwahlfreiheit für Praxen

Bei einem Praxissystemwechsel können systemspezifische Datenformate, proprietäre Standards oder fehlende Datenzugänglichkeit (z.B. durch Cloudsysteme oder verschlüsselte Datenbanken) den Wechsel für eine Praxis erschweren. Die Wechselschnittstelle soll genau dieses Problem lösen: Praxen können Daten sicher übertragen, ohne Lock-in-Effekte oder Datenverluste.

Zukunftsfähiges Datenformat

Die Wechselschnittstelle setzt auf moderne Standards und ein holistisches Export-/Importdatenmodell, mit der eine angemessene Performanz im Wechselprozess möglich ist.

Inhalt des Krankenhaus-Entlassbriefes

Anlass der Behandlung

Diagnosen und Eingriffe

Therapien und Verlauf

Medikamenteninfos

Weiterführende Maßnahmen
und Empfehlungen

Optionale Dokumente wie Befunde
oder Medikationsplan

Pflege- und Reha-Hinweise

Mehrwert des MIOs

Die Wechselschnittstelle soll für eine verbesserte Versorgungskontinuität, mehr Systemwahlfreiheit für Praxen und eine gesicherte Datenverfügbarkeit bei einem Softwarewechsel sorgen. Die standardisierten Spezifikationen ermöglichen eine verlustfreie Übertragung der Patientendokumentation vom Alt- in das Neusystem.

Zudem soll die Wechselschnittstelle das Recht auf den Zugang zu den eigenen Behandlungsdaten stärken und bildet eine zukunftssichere Grundlage für kommende europäische Anforderungen im Rahmen des EHDS (European Health Data Space).

Mehrwert des MIOs

Die Wechselschnittstelle soll für eine verbesserte Versorgungskontinuität, mehr Systemwahlfreiheit für Praxen und eine gesicherte Datenverfügbarkeit bei einem Softwarewechsel sorgen. Die standardisierten Spezifikationen ermöglichen eine verlustfreie Übertragung der Patientendokumentation vom Alt- in das Neusystem.

Zudem soll die Wechselschnittstelle das Recht auf den Zugang zu den eigenen Behandlungsdaten stärken und bildet eine zukunftssichere Grundlage für kommende europäische Anforderungen im Rahmen des EHDS (European Health Data Space).

Projektstand & Ausblick

Stand April 2026: 
Nach einer intensiven Discovery-Phase, in der wir die aktuellen Best Practices und Hürden des PVS-Wechsels erhoben und analysiert haben und zusammen mit den Stakeholdern der Industrie Optimierungsmöglichkeiten für eine performante und praxistaugliche erarbeitet und diskutiert haben, befinden wir uns aktuell in einer Testphase.

In den letzten Monaten haben wir die ersten beiden Arbeitspakete erstellt, in die Kommentierung gegeben und anhand der Rückmeldungen angepasst. Diese Arbeitspakete dienen nun Grundlage, um die Handlungsempfehlungen aus dem Positionspapier der IOP Councils umzusetzen und auf Wirksamkeit für eine verbesserte Schnittstellenperformanz zu prüfen.

Langfristiges Ziel:

Eine zuverlässige, performante Lösung für den PVS-Wechsel sowie ein interoperables Ökosystem für digitale Praxisprozesse.

Wie könnte ein MIO in Primärsysteme eingebunden sein?

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Userflow des Krankenhausentlassbriefs

FAQ

Der Wechsel eines PVS folgt bei allen Anbietern einem weitgehend einheitlichen Ablauf.

Planung → Testmigration → Datenprüfung → finale Migration → Einrichtung → Schulung → Begleitung.

Eine aktive Beteiligung des Altsystemanbieters findet in der Regel nicht statt. Die Verantwortung für die Datenmigration liegt überwiegend beim Neusystemanbieter, während die Praxis insbesondere bei der Datenprüfung, der organisatorischen Vorbereitung und den Schulungen eingebunden ist. In 80–95 % der Fälle wird ein externer oder beauftragter Datenkonverter eingesetzt.

Eine vollständige Erneuerung der Hardware ausschließlich aufgrund des Systemwechsels ist selten zwingend erforderlich. Deutlich häufiger sind Anpassungen an der Netzwerk- und Sicherheitsinfrastruktur. Der tatsächliche Investitionsbedarf hängt dabei maßgeblich vom Alter und Zustand der vorhandenen IT-Struktur ab.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Migration sind ausreichende Speicherressourcen und eine leistungsfähige Systemumgebung. Treten Engpässe auf, greifen viele Anbieter auf pragmatische Lösungen zurück, etwa durch Leihhardware, eigene temporäre Geräte, Serverauslagerungen oder externe Datenträger.

Im Hinblick auf die verwendeten Datenformate ist xBDT de facto Standard mit einer Nutzung in mindestens 80 % der Wechsel. Andere Formate kommen überwiegend als Nischen- oder Speziallösungen zum Einsatz. BDT oder AWS werden in der Praxis meist nicht genutzt, da sie als unpraktikabel gelten.

  • Datenverfügbarkeit (Cloud-Systeme und Verschlüsselungen)
  • Fehlende Standardisierung
  • Geringe Datenqualität
  • Hoher Anpassungsbedarf
  • Individuelles Customizing
  • Angst vor dem Wechsel in der Praxis

Maßnahmen zur Performanzoptimierung

Trennung Archiv- und Wechsel-Use-Case

  • Vendor-Lock-In verhindern
  • Datenverfügbarkeit und Datenqualität erhöhen
  • Wechselprozesse standardisieren