Patientenkurzakte (PKA)

Überblick über die wichtigsten Gesundheitsinformationen
Die Patientenkurzakte (PKA) soll die wichtigsten medizinischen Informationen strukturiert zusammenführen und aufbereiten, sodass sie im Versorgungsalltag schnell erfassbar und unmittelbar nutzbar sind.
Die inhaltliche und technische Ausgestaltung der PKA wird aktuell vor dem Hintergrund nationaler Anforderungen und europäischer Entwicklungen, insbesondere rund um die European Patient Summary weiterentwickelt. Ziel ist eine Lösung, die bestehende Versorgungsprozesse sinnvoll ergänzt und gleichzeitig die Grundlage für einen interoperablen Datenaustausch innerhalb Deutschlands und Europas schafft.

Überblick über die wichtigsten Gesundheits-informationen
Die Patientenkurzakte (PKA) soll die wichtigsten medizinischen Informationen strukturiert zusammenführen und aufbereiten, sodass sie im Versorgungsalltag schnell erfassbar und unmittelbar nutzbar sind.
Die inhaltliche und technische Ausgestaltung der PKA wird aktuell vor dem Hintergrund nationaler Anforderungen und europäischer Entwicklungen, insbesondere rund um die European Patient Summary weiterentwickelt. Ziel ist eine Lösung, die bestehende Versorgungsprozesse sinnvoll ergänzt und gleichzeitig die Grundlage für einen interoperablen Datenaustausch innerhalb Deutschlands und Europas schafft.
Warum das Projekt zählt
Die aktuelle Realität sieht so aus, dass Informationen verteilt vorliegen und relevante Daten aktiv gesucht werden müssen.
Mit der PKA erhalten Versorgungsteams strukturiert essenzielle Informationen z. B. Allergien, Diagnosen oder Vorsorgevollmachten. Die PKA stellt die wichtigsten medizinischen Informationen übersichtlich dar.
Sie soll nicht nur in der deutschen ePA nutzbar sein, sondern auch EU-weit über den National Contact Point for e-Health (NCPeH) bereitgestellt werden. Ideal für grenzüberschreitende Versorgungsszenarien.
Durch die Nutzung eines standardisierten FHIR-Formats entsteht ein flexibles Datenmodell, das perspektivisch mit anderen Inhalten in der ePA gezielt verknüpft und für individuelle Ansichten genutzt werden kann.
Wo hilft die PKA konkret?
Verpflichtende Inhalte der Patientenkurzakte
Medizinische Warnungen
Diagnosen
Medikation
Prozeduren
Allergien /
Unverträglichkeiten
Medizinprodukte und
Implantate
Neben den verpflichtenden Inhalten der PKA, gibt es auch weitere optionale Inhalte:
- Impfungen / Prophylaxen
- Diagnostische Ergebnisse
- Funktionszustand
- Mediz. Vorgeschichte / Anamnese
- Schwangerschaftshistorie/ -anamnese
- Beobachtungen zum sozialen Hintergrund
- Versorgungsplan
- Angaben zu seltenen Erkrankungen
- von Patient:in zur Verfügung gestellte Dokumente
- Persönliche Erklärungen
Die dargestellten Inhalte entsprechen den im EHDS-Kontext vorgesehenen Informationsblöcken der Patient Summary. Im Rahmen der Projektarbeit wird geklärt, ob aufgrund der Vielzahl von Informationen eine schrittweise Einführung sinnvoll ist.
Mehrwert des MIOs
Die Patientenkurzakte bündelt zentrale Gesundheitsinformationen strukturiert, interoperabel und übersichtlich – und unterstützt so eine sichere, koordinierte und effiziente Versorgung in Akut- und Regelversorgung.

Mehrwert des MIOs
Die Patientenkurzakte bündelt zentrale Gesundheitsinformationen strukturiert, interoperabel und übersichtlich – und unterstützt so eine sichere, koordinierte und effiziente Versorgung in Akut- und Regelversorgung.

Projektstatus & Highlights
Die PKA befindet sich aktuell in der konzeptionellen Weiterentwicklung. Es sind noch nationale Fristen offen, Europäische Anforderungen konkretisieren sich (ab 2027) und die Umsetzungsperspektive sagt, dass die PKA spätestens 2029 relevant ist.
Was aktuell passiert
Parallel dazu laufen Spezifikationsarbeiten, Prozessanalysen im Versorgungskontext sowie Abstimmungen auf nationaler und europäischer Ebene.
Die PKA ist nicht nur für Deutschland konzipiert. Die PKA entsteht aktuell im Zusammenspiel von nationalen gesetzlichen Anforderungen (SGB V), europäischen Vorgaben (EHDS) und technischen Entwicklungen rund um die ePA.
Dabei verschiebt sich auch die technische Basis von dokumentenbasierten Strukturen hin zu FHIR®-basierten Datenmodellen.
Mit Blick auf den European Health Data Space (EHDS) wird sie zur Grundlage für den Austausch der European Patient Summary (EPS).
Bis 2029 soll Deutschland in der Lage sein, Gesundheitsdaten grenzüberschreitend bereitzustellen.
Dafür wird eine Schnittstelle der ePA zum National Contact Point eHealth (NCPeH) genutzt. Dort wird die nationale PKA auf ein Europäisches Format übertragen, um so im Ausland in Landessprache und passende nationale Gegebenheiten genutzt werden zu können.
Die PKA ist damit ein zentraler Baustein für eine europäisch vernetzte Versorgung.
Wie könnte ein MIO in Primärsysteme eingebunden sein?
Die Patientenkurzakte soll einem gezielten Überblick über die wichtigsten Gesundheitsinformationen von Patient:innen bieten. Dafür sind Übersichtlichkeit, sinnvolle Priorisierung und die Möglichkeit, bei Bedarf zusätzliche Informationen anzuzeigen, entscheidend.
Voraussetzung: Die PKA muss intelligent in bestehende Prozesse und Systeme eingebettet werden. Deshalb arbeiten wir frühzeitig an praxisnahen Beispielen, um Leistungserbringende und Systemhersteller:innen bei einer nutzerzentrierten Umsetzung zu unterstützen.
FAQ
Weiterführende Links
🔗 Vollständige Projektseite: https://mio.kbv.de/spaces/PKA2X0X0/overview
Weitere Projekte / MIOs
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens wird in verschiedenen Projekten und MIOs gestaltet.
Hier findest du unsere aktuellen Projekte und MIOs, mit der wir die Standardisierung der Gesundheitsdaten weiterentwickeln werden.