Krankenhaus-Entlassbrief (KHE)

Der digitale Transfer der wichtigsten Gesundheitsinformationen

Nach einem Krankenhaus-Aufenthalt erhalten Patient:innen und mit Einwilligung auch ihre Ärzt:innen, die die Anschlussversorgung durchführen, einen Entlassbrief.

Dieser enthält allen wichtigen Informationen für die Weiterbehandlung durch den Hausarzt/die Hausärztin oder andere Leistungserbringende. Ein KH-E ist Teil des gesetzlich geregelten Entlass-Managements gemäß § 39 Abs. 1a SGB V.

Bislang wird der Krankenhaus-Entlassbrief häufig dem auf Papier mitgegeben oder per Fax an die Praxen versandt. Zukünftig sollen die Entlassbriefe auch in die ePA eingestellt werden, sodass die Inhalte gut weiterverwendet werden können.

Der digitale Transfer der wichtigsten Gesundheits-informationen

Nach einem Krankenhaus-Aufenthalt erhalten Patient:innen und mit Einwilligung auch ihre Ärzt:innen, die die Anschlussversorgung durchführen, einen Entlassbrief.

Dieser enthält allen wichtigen Informationen für die Weiterbehandlung durch den Hausarzt/die Hausärztin oder andere Leistungserbringende. Ein KH-E ist Teil des gesetzlich geregelten Entlass-Managements gemäß § 39 Abs. 1a SGB V.

Bislang wird der Krankenhaus-Entlassbrief häufig dem auf Papier mitgegeben oder per Fax an die Praxen versandt. Zukünftig sollen die Entlassbriefe auch in die ePA eingestellt werden, sodass die Inhalte gut weiterverwendet werden können.

Ziele des Projekts

Der Entlassbrief wird als Medizinisches Informationsobjekt (MIO) modelliert, damit er zuverlässig, strukturiert und interoperabel in die elektronische Patientenakte gespeichert werden kann, um eine umfassende und präzise Weiterbehandlung nach einem Sektorwechsel zu gewährleisten.

Die Inhalte werden einheitlich kodiert (z. B. mit ICD-10, SNOMED-CT) und via HL7 FHIR technisch umgesetzt – damit Daten zwischen stationären und ambulanten Systemen reibungslos fließen.

Inhalt des Krankenhaus-Entlassbriefes

Anlass der Behandlung

Diagnosen und Eingriffe

Therapien und Verlauf

Medikamenteninfos

Weiterführende Maßnahmen
und Empfehlungen

Optionale Dokumente wie Befunde
oder Medikationsplan

Pflege- und Reha-Hinweise

Mehrwert des MIOs

Das MIO Krankenhaus-Entlassbrief sorgt für bessere Versorgungskontinuität, mehr Patient:innen Souveränität und effizienten Informationsaustausch zwischen stationären und ambulanten Leistungserbringenden. Die Informationen im Krankenhaus-Entlassbrief ermöglichen, dass nach der Klinikentlassung alle Beteiligten (z.B. Hausarzt/Hausärztin, Fachärzt:innen oder andere Leistungserbringende) schnell den Status und die nächsten Schritte kennen – ohne Informationsverlust.

Auch dienen die KH-Entlassbriefe in der ePA einer späteren Übersicht für Ärzt:innen, wenn eine Behandlungshistorie nachvollzogen werden soll.

Mehrwert des MIOs

Das MIO Krankenhaus-Entlassbrief sorgt für bessere Versorgungskontinuität, mehr Patient:innen Souveränität und effizienten Informationsaustausch zwischen stationären und ambulanten Leistungserbringenden. Die Informationen im Krankenhaus-Entlassbrief ermöglichen, dass nach der Klinikentlassung alle Beteiligten (z.B. Hausarzt/Hausärztin, Fachärzt:innen oder andere Leistungserbringende) schnell den Status und die nächsten Schritte kennen – ohne Informationsverlust.

Auch dienen die KH-Entlassbriefe in der ePA einer späteren Übersicht für Ärzt:innen, wenn eine Behandlungshistorie nachvollzogen werden soll.

Projektstatus & Highlights

2024 Update: Neugliederung des Datenmodells, Harmonisierung wichtiger Elemente (z.B. Medikation) und erste UX-Visualisierungen. 

Warten auf Einordnung in der ePA-Roadmap für einen Rollout in der Versorgung

Kommentierter Arbeitsstand

Grundmodell zur Strukturierung aller relevanten Entlass-Informationen für die ePA. 

Stakeholder-Integration

Der Arbeitsstand basiert auf intensivem Austausch mit Expert:innen der Klinik-IT, medizinischen Fachexpert:innen und relevanten Verbänden.

Laufend

Beobachtung der EHDS-Entwicklungen, um sowohl die Bedarfe aus Deutschland als auch des „Discharge Letter“ zu erfüllen

Wie könnte ein MIO in Primärsysteme eingebunden sein?

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

Userflow des Krankenhausentlassbriefs

FAQ

Die Einordnung in der ePA-Roadmap steht aktuell noch nicht final fest. Spätestens im März 2031 muss Deutschland im Rahmen der EHDS-Verordnung den „Discharge Letter“, sprich den Krankenhaus-Entlassbrief in digitaler Form eingeführt haben.

Ja, wir stellen durch den Vergleich der Spezifikationen sicher, die EU-Vorgaben zu erfüllen. Die EU-Spezifikationen lassen den jeweiligen Ländern an bestimmten Punkten Freiheitsgrade, welche wir sorgsam bezogen auf den deutschen Versorgungsbedarf konkretisieren. Gleichzeitig wird im Blick behalten, dass die deutschen Anforderungen und Bedarfe umgesetzt sind.
Im EHDS-Konzept ist vorgesehen, dass an sogenannten Nationalen Kontaktstellen (National Contact Points) eine jeweilige Umwandlung von landesspezifischen Formaten in das EU-Format und vice versa geschieht. Im Rahmen des Umwandlungsvorgangs werden deutsche Terminologien/Code-Systeme (wie ICD 10 GM oder OPS) in ein anschlussfähiges EU-Format gemappt und/oder übersetzt.

Nein, der Krankenhaus-Entlassbrief soll in einem ersten Schritt grundsätzlich für alle Krankenhaus-Entlasssituationen geeignet sein. Dementsprechend gibt es neben strukturierten und codierten Bestandteilen auch die Möglichkeit im Freitext flexibel spezifische Informationen anzugeben.

Der größte Vorteil vom MIO KH-Entlassbrief im Verhältnis zum Status Quo (PDF/Papier, unstrukturiert) sind die nachnutzbaren Informationen für die weitere Behandlung. Die immer gleichförmige MIO-Struktur hilft bei der Orientierung des Empfänger. Zudem können die Primärsysteme mehr Funktionen anbieten, wie z.B. die Durchsuchbarkeit/Filterbarkeit. Auch Vergleiche zwischen verschiedenen KH-Aufenthalten auf Basis der KH-Entlassbriefe können systembasiert unterstützt werden.

Die Einführung des KH-Entlassbriefes erfordert einen Change Management Prozess, welcher in den Krankenhäusern begleitet und von den verschiedenen in einem KH genutzten IT-Systemen unterstützt werden muss. Das MIO erwartet keine Daten/Informationen, die nicht schon grundsätzlich in den Krankenhäusern vorliegen. Jedoch können fehlende oder nicht gut funktionierende Datenaustausch-Funktionen der internen IT-Systeme dazu führen, dass Anwender:innen Informationen umständlicher als notwendig erheben müssen.

Damit in Krankenhäusern der Einführungsaufwand akzeptiert wird, benötigt es auch eine Kommunikationsstrategie, dass auch aus KH-Perspektive die strukturierteren Entlassinformationen in der ePA Mehrwert bringen. Hierzu wird im Rahmen des Projektes Patientenkurzakte / Patient Summary konzeptuell entwickelt, wie die in KH-Entlassbriefen enthaltenen, historischen Informationen für Anamnesesituationen oder Einschätzung von Krankenhistorien gut nachgenutzt werden können.

Weiterführende Links

🔗 Vollständige Projektseite (tiefere Detail-Infos) und Prozessleitfaden: https://mio.kbv.de/spaces/KHE1X0X0/pages/339510016/Prozessleitfaden+KH-E

🔗 UX-Visualisierung: https://hub.kbv.de/spaces/KHE1X0X0/pages/339510195/Fallbeispiel+und+UX-Visualisierungen

🔗 Themenseiten zu Entlassmanagement & ePA auf KBV – Kassenärztliche Bundesvereinigung

Weitere Projekte / MIOs

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens wird in verschiedenen Projekten und MIOs gestaltet.
Hier findest du unsere aktuellen Projekte und MIOs, mit der wir die Standardisierung der Gesundheitsdaten weiterentwickeln werden.